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Kristen Bell & Jason Bateman Foto: John Johnson / © 2009 Universal Studios |
Nach dem Komödienhit „Trennung mit Hindernissen“ schickt Hauptdarsteller und Ideengeber Vince Vaughn vier ganz normale Paare in den Urlaub „All Inclusive“ - und sorgt für Beziehungsstress im Paradiesidyll. In unserem Interview spricht Kristen Bell, die mit Vince Vaugh vor der Kamera stand, über die Dreharbeiten.
In dem Film spielen Sie die Cynthia. Wie sehen Sie sie?Kristen Bell: Ich sehe sie als meinen schlimmsten Albtraum, weil ich tatsächlich einige Dinge mit ihr gemeinsam habe. Wissen Sie, wenn Sie gestresst sind und es gibt da diese Momente, wo Sie denken: „Wäre das Leben nicht schön, wenn alles in Ordnung wäre und jeder täte einfach nur seinen Job.“ Ich denke, das ist so eine Art, wie Cynthia handelt, aber sie tut es einfach intensiver als ich.
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Kristen Bell & Jason Bateman Foto: John Johnson / © 2009 Universal Studios |
Und wie funktioniert die Zusammenarbeit mit Jason Bateman, der Ihren Ehemann spielt?Kristen Bell: Ich komme mit Jason wirklich gut zurecht, ich bewundere ihn und ich liebe seine Art von Komik. Ich schätze ihn als wirklich guten Freund und bin gern mit ihm und seiner Frau zusammen, so oft es geht. Ich kannte ihn schon vorher persönlich und ich war wirklich aufgeregt, an seiner Seite zu arbeiten.
Was für eine Art von Paar spielen Sie?Kristen Bell: Jason und Cynthia sind ein sehr praktisch veranlagtes Paar, das ständig nach Lösungen sucht, aber ich finde, sie sind manchmal zu analytisch und es gelingt ihnen nie, die Mauer zu durchbrechen und über ihre wahren Gefühle zu reden oder über ihre Bedürfnisse. Sie reden darüber, wie sie sein sollten und worin die Unterschiede dazu liegen, wie sie tatsächlich sind. Also gehen sie zu dieser Therapie und suchen nach einer Antwort, die ihnen aber niemals gegeben werden kann. Die finden sie nur in sich selbst.
Bora-Bora, das klingt nach Paradies!Kristen Bell: Es ist das Paradies. Als ich aus dem Flugzeug stieg, blieb mir der Mund offen. Es ist so atemberaubend, es sieht so nach billigen Postkarten aus, wo du denkst „So etwas kann gar nicht real sein“. John sagt in dem Film, es sei wie ein Bildschirmschoner auf dem Computer und damit stimmte ich völlig überein. Und dieses blaue Wasser. Wirklich, da sind keine Lichter dring, aber es sieht so aus, als würde es beleuchtet und ehrlich, so, wie Sie es auf der Leinwand sehen, so zeigte es sich vor den Kameras. Ich komme aus Detroit und ich hatte nicht gewusst, dass solche Orte wirklich existieren.
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Kristen Bell, Malin Akerman, Kristin Davis und Carlos Ponce Foto: John Johnson / © 2009 Universal Studios |
Dann fühlte sich der Dreh an wie Urlaub?Kristen Bell: Ja, es fühlte sich an, als wären wir eine Gruppe von Leuten, denen es wirklich gut ging und die ihre Ferien miteinander verbrachten und denen es passierte, dass zur gleichen Zeit ein Film gedreht wurde. Das war eine der besten Erfahrungen, die ich jemals gemacht habe. Es war wirklich, als wäre man in Camp Paradise.
Und wie viel Improvisation war nötig während des Drehs?Kristen Bell: Eine Menge, wir mussten alle improvisieren, aber am Ende eines jeden Tages war es das, was die Story wirklich gut machte. Diesen Film zu drehen, war ein wirklich gemeinsames Erlebnis – das sehr aufregend war – in einer Umgebung, die ausgesprochen unterstützend und anregend war. Und das ist auch der Weg, eine gute Komödie abzuliefern, weil Sie nicht von Leuten umgeben sind, die nicht gut miteinander auskommen.
Wie war es, mit Vince Vaughn zu arbeiten?Kristen Bell: Vince ist ein großartiger Komödiant und er ist ganz sicher der Beste bei dem, was er tut. Er weiß, was die Szene zum Laufen bringt und was die Zuschauer sehen wollen und er ist brillant darin, das auch zu bekommen. Und wenn Sie ihn dann an die Seite stellen von Jon Favreau, Jason Bateman und dem Rest der Darsteller, die wir hatten, macht ihn das nur noch besser.
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Kristen Bell Foto: John Johnson / © 2009 Universal Studios |
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Der Film hat eine Menge urkomischer Szenen. Was war ihr peinlichster Moment?Kristen Bell: Ich identifiziere mich immer mit meinem augenblicklichen Projekt und ich denke, ich lebe so, dass es keine peinlichen Momente für mich gibt. In diesem Fall waren wir alles etwas nervös, als wir uns am Strand ausgezogen haben, besonders, wenn wir daran dachten, dass Faizon nackt sein würde! Und die Sonne ist so intensiv dort. Ich glaube, ich war die Einzige, die nicht hingeguckt hat.
Könnten Sie sich vorstellen, jemals so eine Paar-Therapie zu machen, wie sie in diesem Film dargestellt wird?Kristen Bell: Wenn ich denken würde, dass sie meine Beziehung erhält, würde ich es tun. Ich glaube an Therapien, weil ich denke, dass es etwas Großartiges ist, mehr über dich selbst und deine Beziehung zu erfahren. Es ist nichts Falsches daran, bessere Werkzeuge zu bekommen, um das eigene Leben zu handeln.
... Und das hier ist eine Komödie, die auf unterschiedlichen Levels wirkt, also für Beide, für das männliche wie das weibliche Publikum?Kristen Bell: Jon und Vince haben immer sehr deutlich gemacht, dass sie einen Film für jedermann machen möchten – für Männer und Frauen, für Junge und Alte. Es ist eine sehr übertragbare Geschichte mit einer Gruppe sehr übertragbarer Charaktere.
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Jean Reno Foto: John Johnson / © 2009 Universal Studios |
Jean Reno ist der „Paarflüsterer“ auf der Insel. Was denken Sie über seine Vorstellung?Kristen Bell: Jean ist brillant und absolut liebenswert. Ich meine, du kannst nicht mit einem Profi arbeiten und dann nichts Ausgezeichnetes erwarten! Es war eine Ehre, dass er an diesem Film mitgewirkt hat.
Es muss ganz schön schwierig sein, ein ernstes Gesicht zu zeigen, wenn man von so vielen talentierten Schauspielern umgeben ist.Kristen Bell: Ich denke, ich habe unglaublich viel gelacht in jedem Augenblick, den ich auf dem Bildschirm war. Ernst zu bleiben war ein echtes Problem, besonders in der Szene, wo Jason und ich miteinander gekämpft haben.
Was kann eine Komödie wie „All Inclusive“ dem Publikum bieten?Kristen Bell: Der Film appelliert an jedermann, auf die Qualität seiner Eskapaden zu achten. Jeder möchte vielleicht gern einmal außergewöhnliche Erfahrungen machen oder zumindest auf der Leinwand das sehen, was in seinem Leben eben nicht üblich ist. Und ich mochte die Art und Weise, wie die einzelnen Paare über ihre unterschiedlichen Probleme redeten, wirklich sehr. Malin und Vince arbeiteten daran, dass sie keine Verbindung mehr zueinanderfanden, Jason und ich waren zu lösungsorientiert, Jon und Kristin betrogen einander, waren nicht ehrlich, weil sie dachten, es sei ohnehin schon vorüber und Faizon wollte etwas zurückhaben und sich wieder lebendig fühlen, deshalb suchte er sich eine jüngere Freundin.
Sie spielten auch in Forgetting Sarah Marshal, der auf Hawaii gedreht wurde und nun in einem Film, der in Bora-Bora gemacht wurde. Wären Sie damit einverstanden, immer dann angerufen zu werden, wenn es um die Möglichkeit geht, auf einer tropischen Insel zu arbeiten?Kristen Bell: Absolut! Ich stehe zur Verfügung.
Videos: Interviews, FilmClips, Making Of und Trailer zu „All Inclusive"
In Deutschland läuft "All Inclusive“ am 05.11. in den Kinos an.