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12.10.2009
Schlechte Ehen machen Frauen krank und dick
Läuft es in einer Beziehung oder Ehe dauerhaft schlecht und sind Streitigkeiten oder stille Feindseligkeiten an der Tagesordnung, so schlägt sich das aufs Gemüt. Während Männer dies gesundheitlich recht gut wegstecken, fressen Frauen den Ärger im wahrsten Sinne in sich hinein. Im Rahmen einer Studie an der University of Utah fanden Psychologen heraus, dass unglückliche Ehen vor allem bei Frauen zu ungesunden Blutwerten und Übergewicht führen.
Studie: 276 Langzeit-Ehepaare auf dem Prüfstand
Die Psychologen um Tim Smith und Nancy Henry ließen 276 Ehepaare im Alter von 40 bis 70 Jahren und mit durchschnittlich 20 Ehejahren, die ein Teil einer großen Gesundheits- und Altersstudie waren, Fragebögen zu ihrer Ehe und ihrem psychischen Zustand ausfüllen. Zudem wurde ihnen Blut abgenommen, der Blutdruck und der Taillenumfang gemessen. Sie wurden überdies 5 Stunden lang in einem Labor beobachtet während sie miteinander sprachen oder stritten und versuchten, Aufgaben miteinander zu lösen.
Ergebnis: Frauen sensibler als Männer
Das Ergebnis war äußerst interessant: Es hatten sehr viele Frauen und Männer in ihren Fragebögen von ehelichen Problemen berichtet. Bei beiden Geschlechtern führten diese Beziehungsschwierigkeiten mitunter zu Depressionen. Doch nur bei den Frauen konnten in der Folge auch vermehrt gesundheitliche Probleme festgestellt werden. Diejenigen Frauen, die in ihren Ehen dauerhaft Konflikten, Feindseligkeiten und Unstimmigkeiten ausgesetzt waren, hatten neben Depressionen auch an Bluthochdruck, höherem Blutzucker und erhöhten Blutfettwerten zu leiden sowie an einem Mangel an gutem HDL-Cholesterin. Auffällig war auch ihre Neigung zu Übergewicht. Sie waren somit einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten, Diabetes und Schlaganfall ausgesetzt. Vor allem konnte eine Verbindung zwischen einer vergangenen Scheidung und Herzkrankheiten beobachten werden. Stresshormone erleichtern den Forschern zufolge die Ablagerung von Fett im Bauchbereich, was zu mehr Gewicht und höheren Cholesterinwerten führt. Zwar hatten die Männer ebenso von Beziehungsproblemen in ihrer Ehe berichtet, doch standen diese in keinem Bezug zu ihrer Gesundheit.
Mögliche Gründe für das Ergebnis der Studie
Warum gerade Frauen auf den psychischen Stress einer schlechten Ehe eher mit Gesundheitsproblemen reagieren, mag daran liegen, dass sie eher beziehungsorientiert und vielleicht auch harmoniebedürftiger sind als Männer und emotionaler an die Dinge herangehen. Ständige Konflikte in der Ehe schlagen sich daher eher auf ihre Gesundheit und auf die Hüften. Auf alle Fälle sollte dem Übergewichtsproblem mit einer Ernährungsumstellung und vermehrter Bewegung an den Kragen gegangen werden, so Ko-Autor Tim Smith sinngemäß, doch es wäre verfrüht, zu behaupten, man solle – um das Risiko, an Herzkrankheiten zu erkranken, zu mindern – die Qualität der Ehe verbessern oder dem Ehemann den Laufpass geben.
Fazit
Psychische Belastung in einer Beziehung oder Ehe führt bei Frauen zu Depressionen, Herzkrankheiten und Übergewicht. Die Forscher möchten damit zwar nicht sagen, dass eine bessere Ehe zu verbesserten Laborwerten und schlankeren Hüften führt, doch kann es bestimmt nicht schaden, seine Lebenssituation für sich selbst erträglicher zu machen und Lösungen für die bestehende Ehe zu finden, um besser miteinander auszukommen, mehr Spaß miteinander zu haben und seine Laune zu verbessern – das meint auch Tim Smith.
Quellen: „Hostile marriage makes you sick“, Deseret News (Salt Lake City), http://findarticles.com/p/articles/mi-Qn4188/is_20090305/ai_n31406301 , “Bad marriages take health toll on women”, Medicinenet, http://www.medicinenet.com
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Leser-Kommentare:
Gast
14.02.2010 - 12:21:58
Der mann ist doch an Allem schuld.Die Frauen haben an gar nichts Schuld.Stimmt doch.
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Gast
02.02.2010 - 18:46:50
Aber warum muß es denn so weit kommen? Ist es denn nicht eine Art Bequemlichkeit wenn mann alles in sich hineinstopft in der Annahme, daß es Einen dann schon wieder gut geht? Energie kann doch dafür verwendet werden, sich zu verstehen, einander einzulassen und nicht abzuwarten bis alles frustriert auseinanderbricht. Als Krönung noch das eigene Unvermögen auf den Partner schieben.
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Gast
29.12.2009 - 20:37:59
Einer Freundin von mir ist das passiert. Sie und ihr Partner haben nur noch gestritten. Deshalb aß sie den Frust in sich hinein.
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Gast
29.12.2009 - 13:43:00
Bei mir(20) war es so: Mein Freund(22) hat nur noch geschrien und mich probuziert. Ich habe das nicht mehr ausgehalten. Ich hab den Frust an Alkohol ausgelassen. Oft war ich total besoffen, kaum mehr nüchtern. Mir ging es echt schlecht. Dann probierte ich sogar Drogen. Ich war am Ende. Ich dachte an Selbstmord. Doch Gott sei Dank hatte ich meine beste Freundin Cornelia. Sie half mir aus dem tiefen Loch und ich machte mit meinem Freund Schluss. Jetzt habe ich einen Neuen, bin total happy. Ich bin meiner Freundin sehr dankbar, sonst wäre ich an dem Alk und den Drogen gestorben.
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Gast
03.12.2009 - 22:37:31
... dem gelesenen kann ich leider nur zustimmen! Genau so geht es mir wie oben beschrieben.
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Gast
13.11.2009 - 10:37:02
wenn eine beziehung so schlecht ist, dass sie krank und dick macht, sollte man sie beenden
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Gast
26.10.2009 - 15:46:13
also ich kann nur zustimmen. bei meiner schrecklichen 1. partnerschaft hat ich nen nervenzusammbruch. seit dimitri gehts mir wieder viel besser. dimitri ich liebe dich!
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Gast
14.10.2009 - 13:57:34
Aus eigenem Erleben kann ich diese Erkenntnis leider bestätigen. Ich habe zweimal aus diesen Gründen eine Ehe aufgegeben und erlebe es nun in einer Partnerschaft. Die Gesundheit einer Frau wird durch einen unharmonischen Verlauf einer Partnerschaft geschwächt. Der Partner bleibt davon unbehelligt. Ich spreche nur für mich. Ich leide heute 75 jährig an diesen Symptomen seit 20 Jahren, kann aber, da unverheiratet, gegensteuern. Ich bin mein eigenes Zeugnis.
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